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Klimaschutz – Verantwortung vor Ort und global
Der globale Klimawandel verändert bereits heute das Wetter, Ökosysteme und Lebensräume in Deutschland und weltweit. Klimawandel bedeutet nicht nur eine allgemein steigende Temperatur, sondern ein Veränderungssystem des Klimas, das extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen verstärkt und ökologische Gleichgewichte stört. Diese Veränderungen wirken sich negativ auf Pflanzen, Tiere und Menschen aus. Folgen sind:
- Häufigere und intensivere Dürreperioden, die Böden austrocknen und Waldökosysteme belasten
- Stärkere Niederschlagsintensität, die zu Bodenabtrag, Erosion und Überflutungen beiträgt
- Steigende Temperaturen, die die Lebensräume vieler Arten verändern oder zerstören
- Verlust von Wasserflächen oder Schmelzen von Gletschern, was Nahrungsketten und Wasserversorgung beeinflusst
Der Klimawandel ist damit nicht nur ein physikalischer Prozess, sondern ein ökologisches Ungleichgewicht, das die Funktionsfähigkeit natürlicher Lebensräume bedroht und Anpassungsdruck auf Ökosysteme und Gesellschaft ausübt. Die globale Durchschnittstemperatur lag im Zeitraum 2015–2024 zwischen 1,24 °C und 1,28 °C über vorindustriellen Werten, der wärmste Zeitraum seit Messbeginn. In Europa sind die Temperaturzunahmen über dem globalen Durchschnitt, und in Deutschland ist die Erwärmung in den letzten Jahrzehnten deutlich spürbar. In Deutschland lagen die Treibhausgasemissionen 2024 bei etwa 649 Mio. t CO₂-Äquivalent, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr und ein Schritt Richtung Klimaziele. Deutschland trägt aktuell rund 2 % zu den globalen Treibhausgasemissionen bei und gehört zu den zehn Ländern mit den höchsten Emissionen weltweit. Die Bundesregierung hat im Klimaschutzgesetz verbindliche Ziele für den Treibhausgasausstoß festgelegt:
- - 65 % Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990
- -88 % bis 2040 gegenüber 1990
- Klimaneutralität bis spätestens 2045 (also Netto-Null-Emissionen)
Diese Ziele orientieren sich an internationalen Vereinbarungen wie dem Pariser Klimaabkommen, das darauf abzielt, die globale Erwärmung weit unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, sie auf 1,5 °C zu begrenzen. Klimamodelle zeigen, dass wenn die Emissionen nicht stark sinken, ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um etwa 0,25 °C pro Jahrzehnt über die nächsten 30 Jahre zu erwarten ist. Meere erwärmen sich und steigen weiter, was langfristige ökologische Folgen hat. Regionale Projektionen zeigen zudem, dass besonders Sommer-Temperaturen stark steigen können und Niederschlagsmuster sich ändern können, was sowohl Trockenzeiten als auch Starkregenereignisse verstärken kann.
Kommunen sind in der Verantwortung, weil sie regional unmittelbaren Einfluss auf die Faktoren des Klimaschutzes haben, etwa in Energieversorgung, Verkehr, Wärmeversorgung, Stadt- und Freiraumentwicklung. Vor Ort können wir:
- Energieverbrauch und Emissionen senken
- Erneuerbare Energien stärken
- Klimafreundliche Mobilität fördern
- Anpassung an neue Wetterextreme planen
- Ökosysteme schützen und stärken (z. B. Wälder, Wiesen, Gewässer)
Klimaschutz ist damit kein abstraktes Zukunftsthema, sondern eine Aufgabe mit direktem Einfluss auf Lebensqualität, Gesundheit, Artenvielfalt und wirtschaftliche Stabilität für heutige und kommende Generationen. Die Stadt Friesoythe erstellt deshalb bis Anfang 2027 ein umfassendes integriertes Klimaschutzkonzept über alle Sektoren, um die gesteckten Klimaschutzziele einer Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen
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